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Gold 3.534,89 € -1,28%
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Kurse in 28.07.2026 · 18:00

Im bayerischen Oberland gehört die Tracht zum Lebensgefühl wie die Berge und die Isar. Ob Waldfest am Tegernsee, Leonhardifahrt in Bad Tölz oder das große Vereinsjubiläum im Schützenverein, traditionelle Gewänder werden hier mit Stolz getragen und über Generationen weitergegeben. Zu jedem vollständigen Festtagsgewand gehört traditionell auch der passende Schmuck. Doch was passiert, wenn beim Erbe oder beim Aufräumen eine Schatulle voll mit alten Kropfketten, filigranen Miedersteckern, Schützenmedaillen oder Grandelschmuck zum Vorschein kommt, für den es in der Familie keine Verwendung mehr gibt?

Viele Erben und Besitzer stehen vor dem Rätsel, ob es sich bei diesen Stücken um wertvolle Handwerkskunst oder um reinen Materialwert für die Schmelze handelt. In diesem Beitrag bringen wir Licht ins Dunkel und erklären Ihnen, worauf es bei der Bewertung von traditionellem Oberländer Trachtenschmuck wirklich ankommt.

Silber oder Gold? Die typischen Legierungen der Trachtenkultur

Wer historischen Trachtenschmuck zum ersten Mal in den Händen hält, vermutet aufgrund des warmen Glanzes oft reines Gold. Die Realität in der historischen Schmuckherstellung des Voralpenlandes sieht jedoch meist etwas anders aus. Der überwiegende Teil des klassischen Trachtenschmucks wurde traditionell aus Silber gefertigt.

Die filigranen, mehrreihigen Kropfketten, die kunstvollen Miedergeschnüre und die prachtvollen Schließen bestehen in den meisten Fällen aus sogenanntem Echtsilber mit einem Feingehalt von 800 oder 835 Teilen. Um den Stücken ein besonders edles Aussehen zu verleihen, wurden sie häufig feuervergoldet. Das bedeutet, dass sich unter der hauchdünnen Goldschicht massives Silber befindet. Beim Ankauf wird dieses Material exakt nach dem aktuellen Silberkurs bewertet, sodass auch hier über die Menge der Kettenstränge ein schöner Gegenwert zusammenkommt.

Der Sonderfall: Grandelschmuck und Jagdtrophäen

Eine große Ausnahme beim Material bildet der echte Grandelschmuck. Als Grandeln bezeichnet man die oberen Eckzähne von Hirsch oder Alttier, die in der Jäger- und Trachtenkultur als begehrte Trophäe gelten. Da diese Zähne als Naturmaterial sehr empfindlich sind, wurden sie von den Goldschmieden im Oberland fast immer in echtes Gold gefasst.

Wenn Sie eine Brosche, einen Ring oder einen Anhänger mit Grandeln besitzen, stehen die Chancen extrem gut, dass die Fassung aus 585er oder sogar 750er Gelbgold besteht. Hier ermitteln wir den Wert, indem wir das reine Goldgewicht der Fassung exakt von den Zähnen trennen beziehungsweise herauskalkulieren, damit Sie den vollen, fairen Goldpreis ausgezahlt bekommen.

Schützenmedaillen und Ehrenzeichen: Reines Edelmetall oder Erinnerungsstück?

In den traditionsreichen Vereinen zwischen Wolfratshausen, Miesbach und Geretsried wurden über Jahrzehnte hinweg Medaillen für besondere sportliche Leistungen oder langjährige Mitgliedschaften verliehen. Wenn Sie solche Medaillen verkaufen möchten, kommt es ganz exakt auf die Prägung an. Viele ältere Ehrenzeichen aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert bestehen aus massivem Silber und tragen einen kleinen Stempel auf dem Rand oder der Rückseite. Modernere Medaillen aus den letzten Jahrzehnten sind dagegen leider häufig aus unedlen Metallen gegossen und lediglich galvanisch beschichtet, was ihnen primär einen ideellen Wert verleiht.

Unser Versprechen für Ihren Trachtenschmuck

Als alteingesessener Edelmetallhändler für Gold und Silber aus dem Raum Bad Tölz, Tergernsee, Holkirchen und dem ganzen Oberland wissen wir, wie viel Herzblut und Familiengeschichte oft in diesen Stücken steckt. Deshalb gilt bei der Noble Metals CV GmbH ein klares Versprechen: Wir prüfen jedes einzelne Stück absolut transparent vor Ihren Augen mit modernster Labortechnik. Selbst wenn eine Kropfkette beschädigt ist oder eine Medaille keinen Sammlerwert besitzt, erhalten Sie bei uns immer den vollen, tagesaktuellen Edelmetallwert als garantiertes Sicherheitsnetz ausgezahlt. Bei uns geht kein Gramm Silber oder Gold verloren.

Die Wertermittlung: So bereiten Sie den Verkauf vor

Wenn Sie Ihren Trachtenschmuck bewerten lassen möchten, helfen ein paar einfache Schritte bei der Vorbereitung. Suchen Sie die Stücke nach kleinen Zahlenstempeln ab, da diese den ersten Hinweis auf Silber oder Gold geben. Reinigen Sie die Stücke bitte auf keinen Fall eigenmächtig mit scharfen Haushaltsreinigern, da die natürliche Altersschicht bei historischen Stücken manchmal den Ausschlag für einen zusätzlichen Sammlerwert geben kann.

Bringen Sie Ihre Schatulle einfach unverbindlich in unserer Filiale in der Marktstraße in Bad Tölz vorbei. Wir nehmen uns die Zeit, um die echten Schätze von den reinen Modeschmuck-Stücken zu trennen und Ihnen ein faires, nachvollziehbares Angebot zu machen.