Viele Menschen, die alten Schmuck, Erbstücke oder Münzen verkaufen möchten, stellen sich vor dem ersten Besuch beim Fachhändler dieselbe Frage: Was passiert eigentlich mit meinen Wertsachen hinter den Kulissen? Die Sorge, dass eine Kette beschädigt oder ein altes Erbstück für die Analyse zerschnitten wird, ist verständlich, aber unbegründet.
Moderne Edelmetallprüfungen arbeiten heute absolut präzise, schnell und vor allem völlig zerstörungsfrei. Wie genau ein Experte den Feingehalt von Gold und Silber ermittelt und welche Methoden dabei zum Einsatz kommen, lesen Sie in diesem Überblick.
Der klassische Säuretest (Strichprobe)
Der Säuretest ist das traditionelle Verfahren in der Goldschmiedekunst und kommt auch heute noch regelmäßig zum Einsatz. Dabei wird der Schmuck keineswegs in Säure getaucht.
Stattdessen streicht der Prüfer mit dem Schmuckstück sanft über einen speziellen, harten Probierstein aus Kieselschiefer. Der Abrieb, der auf dem Stein entsteht, ist mit dem bloßen Auge kaum zu sehen und schadet dem Objekt nicht. Auf diesen feinen Metallstrich werden anschließend Prüfsäuren mit unterschiedlichen Konzentrationen aufgetragen. Reagiert der Strich nicht auf die Säure für 585er Gold, ist der Feingehalt mindestens so hoch. Löst er sich auf, liegt der Wert darunter.
Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA)
Für besonders wertvolle Stücke, historische Münzen oder komplexe Legierungen nutzen Profis die Röntgenfluoreszenzanalyse. Hierbei wird das Schmuckstück in ein spezielles Messgerät gelegt und mit Röntgenstrahlen analysiert.
Das Gerät misst die zurückgeworfene Strahlung und ermittelt innerhalb weniger Sekunden die exakte chemische Zusammensetzung der Oberfläche. Auf ein Tausendstel genau lässt sich so ablesen, wie viel Prozent Gold, Silber, Kupfer oder Platin enthalten sind. Der Vorteil: Das Objekt wird dabei nicht einmal berührt.
Ultraschall und Dichtemessung für Barren und Münzen
Bei massiven Anlageprodukten wie Goldbarren oder dicken Münzen reicht ein Blick auf die Oberfläche manchmal nicht aus, da Betrüger gelegentlich den Kern mit schwerem Metall wie Wolfram füllen. Um solche Fälschungen lückenlos auszuschließen, kommen Ultraschallgeräte oder die physikalische Dichtemessung nach dem archimedischen Prinzip zum Einsatz.
Ultraschallwellen durchdringen den gesamten Barren. Verändert sich die Schallgeschwindigkeit im Inneren, liegt ein Fremdmetall vor. Auch diese Prüfung hinterlässt nicht den geringsten Kratzer.
Wie der Prüfablauf vor Ort aussieht
Ein seriöser Ankauf zeichnet sich dadurch aus, dass alle diese Schritte direkt vor Ihren Augen durchgeführt werden. Sie müssen Ihre Schätze zu keinem Zeitpunkt im Hinterzimmer abgeben.
Ganz gleich, ob Sie aus dem westlichen Landkreis anreisen und einen Verkaufsort für den Goldankauf nahe Penzberg suchen oder den kurzen Weg vom Tegernsee zum Goldankauf nahe Gmund nutzen möchten: In unserem Fachgeschäft in Bad Tölz heißen wir Sie herzlich willkommen. Wir erklären Ihnen jeden einzelnen Prüfschritt und zeigen Ihnen die Messergebnisse auf der geeichten Waage sowie den Analysegeräten direkt vor Ort.
Bringen Sie Ihre Wertsachen gerne für eine unverbindliche Schätzung vorbei und überzeugen Sie sich selbst von der zerstörungsfreien Analyse.